Entkoffeinierter Kaffee kann im Hinblick auf einen Eisenmangel durchaus relevant sein, allerdings ist der entscheidende Faktor nicht das Koffein, sondern andere Inhaltsstoffe des Kaffees. Kaffee – egal ob koffeinfrei oder nicht – enthält sogenannte Polyphenole (insbesondere Chlorogensäuren und Tannine). Diese Stoffe können die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen (das Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln) im Darm hemmen. Studien zeigen, dass sowohl normaler als auch entkoffeinierter Kaffee die Eisenaufnahme aus der Nahrung um bis zu 60–90 % reduzieren kann, wenn er zu den Mahlzeiten getrunken wird. Für Menschen mit Eisenmangel oder einem erhöhten Risiko für Eisenmangel (z. B. Schwangere, Frauen mit starker Menstruation, Vegetarier/Veganer) ist es daher ratsam, Kaffee – auch entkoffeinierten – nicht direkt zu den Mahlzeiten zu trinken, sondern einen Abstand von mindestens einer Stunde vor oder nach dem Essen einzuhalten. Zusammengefasst: Entkoffeinierter Kaffee kann die Eisenaufnahme ähnlich wie normaler Kaffee hemmen und ist daher bei Eisenmangel relevant. Entscheidend ist der Zeitpunkt des Kaffeekonsums in Bezug auf eisenreiche Mahlzeiten. Weitere Informationen findest du z. B. bei der [Deutschen Gesellschaft für Ernährung](https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/fachinformationen/eisen/).