Kann eine abgeklungene, einseitige Nebenhöhlenentzündung zu einer starken, beidseitigen Geruchsminderung führen?

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Ja, das ist möglich. Eine einseitige Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis) kann auch nach dem Abklingen der akuten Beschwerden zu einer Beeinträchtigung des Geruchssinns führen – und zwar auch beidseitig. Der Geruchssinn ist eng mit der Nasenschleimhaut und den Riechzellen im oberen Nasengang verbunden. Entzündungen, Schwellungen oder Schleimhautveränderungen können diese Strukturen beeinträchtigen, selbst wenn die Symptome wie Druckgefühl oder Schmerzen bereits abgeklungen sind. Mögliche Ursachen für eine anhaltende oder beidseitige Geruchsminderung nach einer (auch einseitigen) Sinusitis sind: - **Restschwellungen oder Schleimhautveränderungen**: Die Schleimhaut kann noch länger gereizt oder verdickt sein. - **Verstopfung der Riechspalte**: Auch wenn die Entzündung nur auf einer Seite war, kann Schleim oder Schwellung die Riechspalte auf beiden Seiten beeinträchtigen. - **Schädigung der Riechzellen**: Entzündungen können die empfindlichen Riechzellen schädigen, was zu einer länger anhaltenden oder sogar dauerhaften Geruchsstörung führen kann. - **Verbreitung der Entzündung**: Manchmal breitet sich die Entzündung unbemerkt auf die andere Seite aus. Wenn die Geruchsminderung länger als einige Wochen nach Abklingen der Sinusitis anhält oder sehr stark ist, sollte ein HNO-Arzt aufgesucht werden. Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, und manchmal ist eine weitergehende Diagnostik (z.B. Nasenendoskopie, Riechtests, ggf. Bildgebung) sinnvoll. Weitere Informationen findest du z.B. bei der [Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde](https://www.hno.org/).

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