Diabetikerfuß und komplexe physikalische Entstauung: Worauf ist zu achten?

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Bei der Behandlung eines Diabetikerfußes und der Durchführung einer komplexen physikalischen Entstauungstherapie (KPE) gibt es mehrere wichtige Aspekte zu beachten: 1. **Regelmäßige Kontrolle und Pflege**: Die Füße sollten täglich auf Verletzungen, Rötungen oder Schwellungen untersucht werden. Eine gute Fußhygiene ist essenziell, um Infektionen zu vermeiden. 2. **Druckentlastung**: Spezielle Schuhe oder Einlagen können helfen, Druckstellen zu vermeiden und die Heilung zu fördern. 3. **Blutzuckerkontrolle**: Eine gute Blutzuckereinstellung ist entscheidend, um die Heilung zu unterstützen und Komplikationen zu vermeiden. 4. **Wundversorgung**: Offene Wunden sollten regelmäßig von einem Facharzt oder einer Fachkraft versorgt werden, um Infektionen zu verhindern. 5. **Kompressionstherapie**: Bei der KPE ist die richtige Anwendung von Kompressionsverbänden oder -strümpfen wichtig, um die Entstauung zu fördern. Dabei muss darauf geachtet werden, dass der Druck gleichmäßig verteilt ist und keine zusätzlichen Druckstellen entstehen. 6. **Manuelle Lymphdrainage**: Diese sollte von speziell ausgebildeten Therapeuten durchgeführt werden, um die Lymphflüssigkeit effektiv abzuleiten. 7. **Bewegung und Physiotherapie**: Regelmäßige, schonende Bewegung kann die Durchblutung fördern und die Entstauung unterstützen. 8. **Ernährung**: Eine ausgewogene Ernährung kann die Heilung unterstützen und das Immunsystem stärken. 9. **Risikofaktoren minimieren**: Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum sollten vermieden werden, da sie die Durchblutung verschlechtern können. Es ist wichtig, dass die Behandlung von einem interdisziplinären Team aus Diabetologen, Wundmanagern, Physiotherapeuten und gegebenenfalls Gefäßchirurgen koordiniert wird.