Sucht wird sowohl medizinisch als auch psychologisch definiert, wobei beide Perspektiven oft miteinander verknüpft sind. **Medizinische Definition:** Medizinisch betrachtet ist Sucht eine chronische Erkrankung des Gehirns, die durch die unkontrollierte Nutzung einer Substanz oder das zwanghafte Ausführen einer bestimmten Handlung gekennzeichnet ist. Diese Erkrankung beeinflusst das Belohnungssystem des Gehirns, was zu einer starken Verlangen nach der Substanz oder Handlung führt, trotz negativer Konsequenzen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Sucht als eine psychische und oft auch physische Abhängigkeit von einer Substanz oder einem Verhalten. **Psychologische Definition:** Psychologisch wird Sucht als ein Zustand beschrieben, in dem eine Person eine starke und oft unkontrollierbare Sehnsucht nach einer bestimmten Substanz oder einem Verhalten entwickelt. Diese Sehnsucht führt zu wiederholtem Gebrauch oder Ausführung, trotz schädlicher Auswirkungen auf das Leben der betroffenen Person. Psychologen betrachten Sucht oft als eine Form der Bewältigungsstrategie, die zur Linderung von Stress, Angst oder anderen negativen Gefühlen eingesetzt wird. Beide Definitionen betonen die Aspekte der Abhängigkeit, des Kontrollverlusts und der negativen Auswirkungen auf das Leben der betroffenen Person.