Eine Analfissur ist ein schmerzhafter Einriss der Schleimhaut im Analkanal, der oft durch harten Stuhlgang, Verstopfung oder mechanische Reizung entsteht. Um das Risiko für erneute Fissuren – besonders bei Klinikaufenthalten, wo sich Ernährung und Bewegung oft ändern – zu minimieren, helfen folgende Maßnahmen: 1. **Stuhlregulation:** - Achte auf eine ballaststoffreiche Ernährung (Vollkorn, Obst, Gemüse). - Trinke ausreichend Flüssigkeit (mind. 1,5–2 Liter/Tag, sofern medizinisch erlaubt). - Bei Bedarf können milde Stuhlweichmacher (z.B. Macrogol) helfen, den Stuhl weich zu halten. 2. **Bewegung:** - Versuche, auch im Krankenhaus regelmäßig aufzustehen und dich zu bewegen, um die Darmtätigkeit anzuregen. 3. **Toilettengewohnheiten:** - Gehe bei Stuhldrang zeitnah zur Toilette, vermeide langes Pressen. - Nutze ggf. einen Toilettenhocker, um die natürliche Hockposition zu simulieren. 4. **Hygiene:** - Nach dem Stuhlgang sanft reinigen, z.B. mit Wasser oder feuchtem Toilettenpapier ohne Duftstoffe. 5. **Medikamentöse Unterstützung:** - Sprich mit dem Klinikpersonal über deine Vorgeschichte, damit sie bei Bedarf rechtzeitig Abführmittel oder Stuhlweichmacher verordnen. 6. **Stress vermeiden:** - Stress kann die Verdauung beeinflussen. Entspannungsübungen oder Atemtechniken können helfen. **Wichtig:** Informiere das medizinische Personal bei jedem Klinikaufenthalt über deine Vorgeschichte mit Analfissuren. So kann individuell auf deine Bedürfnisse eingegangen werden. Weitere Informationen findest du z.B. bei der [Deutschen Gesellschaft für Koloproktologie](https://www.koloproktologie.org/). Bei wiederkehrenden oder anhaltenden Beschwerden sollte immer ein Facharzt (Proktologe) aufgesucht werden.