Bei BMI 25,4 und WHtR 0,49 geht es meist nicht um „akut krankhaftes“ Übergewicht, sondern vor allem darum, eine weitere Gewichtszunahme zu verhindern und Bauchfett niedrig zu halten....
Ab welchem Übergewicht steigen Gesundheitsrisiken?
Antwort vom**Gesundheitsrisiken beginnen nicht erst bei Adipositas, sondern schon ab leichtem Übergewicht; deutlich relevanter werden sie meist ab einem BMI ab 25 und besonders ab 30.** Die praktische Konsequenz: Nicht erst „starkes Übergewicht“ ist medizinisch relevant – entscheidend sind auch Bauchfett, Blutdruck, Blutzucker und Fitness. ([who.int](https://www.who.int/en/news-room/fact-sheets/detail/obesity-and-overweight)) ## Der wichtigste Punkt BMI-Grenzen sind nur eine grobe Einordnung: Ab **BMI 25** spricht man bei Erwachsenen von Übergewicht, ab **BMI 30** von Adipositas. Das heißt aber nicht, dass unter 25 automatisch alles unkritisch ist oder dass ab 25 sofort Krankheit vorliegt. Das Risiko steigt **schrittweise**, nicht sprunghaft. Die WHO weist ausdrücklich darauf hin, dass Gesundheitsprobleme schon bei **leichtem Übergewicht** beginnen und mit weiter steigendem Gewicht zunehmen. ([who.int](https://www.who.int/en/news-room/fact-sheets/detail/obesity-and-overweight)) ## Wann es in der Praxis wirklich problematisch wird Besonders relevant wird Übergewicht, wenn **Bauchfett** dazukommt. Zwei Menschen mit gleichem BMI haben nicht dasselbe Risiko: Wer Fett vor allem am Bauch speichert, hat meist ein höheres Risiko für Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Fettleber als jemand mit gleicher Zahl auf der Waage, aber anderer Fettverteilung. Die WHO nennt deshalb neben dem BMI auch den **Taillenumfang** als wichtige Zusatzinformation. ([iris.who.int](https://iris.who.int/bitstream/handle/10665/253568/9789290233015-eng.pdf)) Der typische Denkfehler ist: „Ein paar Kilo zu viel sind egal.“ Das stimmt so nicht. Ein BMI von 26 bei guter Fitness, normalen Blutwerten und wenig Bauchfett ist oft deutlich weniger problematisch als ein BMI von 24 mit großem Bauchumfang, Bewegungsmangel und erhöhtem Blutzucker. Genau deshalb ist BMI allein für Einzelpersonen begrenzt aussagekräftig. Die NHS weist zudem darauf hin, dass BMI bei sehr muskulösen Menschen Übergewicht vortäuschen kann. ([nhs.uk](https://www.nhs.uk/conditions/overweight-and-obesity/)) ## Woran du dein tatsächliches Risiko besser erkennst Medizinisch zählt nicht nur das Gewicht, sondern die Kombination aus: - **BMI** - **Taillenumfang** - **Blutdruck** - **Nüchternblutzucker bzw. HbA1c** - **Blutfetten** - **Beweglichkeit und Fitness** Wenn mehrere dieser Punkte auffällig sind, ist das Risiko real erhöht – auch schon bei moderatem Übergewicht. Wenn sie unauffällig sind, ist das Risiko trotz Übergewicht oft niedriger, aber nicht automatisch null. Die WHO empfiehlt genau diese Mitbeurteilung von Blutzucker, Blutfetten und Blutdruck. ([who.int](https://www.who.int/en/news-room/fact-sheets/detail/obesity-and-overweight)) ## Klare Einordnung Für Erwachsene gilt: **Ab BMI 25 beginnt das gesundheitliche Risiko messbar anzusteigen, ab BMI 30 ist es klar erhöht.** Der eigentliche Wendepunkt im Alltag ist aber oft nicht die BMI-Zahl allein, sondern **zu viel Bauchfett plus schlechte Stoffwechselwerte**. Das ist der Unterschied zwischen „ein paar Kilo mehr“ und einem echten Gesundheitsproblem. ([who.int](https://www.who.int/en/news-room/fact-sheets/detail/obesity-and-overweight))
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