Warum geraten NGOs ins Visier von Rechtsextremen?

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Nichtregierungsorganisationen (NGOs) geraten häufig ins Visier von Rechtsextremen, weil sie sich oft für Werte und Ziele einsetzen, die im Gegensatz zu rechtsextremen Ideologien stehen. Typische Arbeitsfelder von NGOs sind Menschenrechte, Flüchtlingshilfe, Antidiskriminierung, Umweltschutz und Demokratieförderung. Rechtsextreme Gruppen sehen diese Aktivitäten häufig als Bedrohung für ihre eigenen politischen Ziele und Weltanschauungen. Konkret gibt es mehrere Gründe: 1. **Engagement für Minderheiten und Geflüchtete:** Viele NGOs setzen sich für Geflüchtete, Migrant*innen und Minderheiten ein. Rechtsextreme propagieren hingegen oft nationalistische und ausgrenzende Positionen. 2. **Förderung von Demokratie und Toleranz:** NGOs engagieren sich für demokratische Werte, Vielfalt und Gleichberechtigung. Rechtsextreme lehnen diese Werte häufig ab und sehen sie als „Bedrohung der eigenen Kultur“. 3. **Öffentliche Kritik:** NGOs kritisieren regelmäßig rassistische, antisemitische oder demokratiefeindliche Tendenzen – auch von rechtsextremen Gruppen. Das macht sie zur Zielscheibe. 4. **Verschwörungserzählungen:** Rechtsextreme verbreiten oft Verschwörungstheorien, in denen NGOs als „fremdgesteuert“ oder als „Feinde des Volkes“ dargestellt werden. 5. **Symbolwirkung:** Angriffe auf NGOs dienen rechtsextremen Gruppen auch dazu, ein Zeichen zu setzen und andere einzuschüchtern. Diese Feindseligkeit äußert sich in Hetze, Bedrohungen, Sachbeschädigungen oder sogar physischen Angriffen auf Mitarbeitende und Einrichtungen von NGOs. Weitere Informationen findest du beispielsweise bei [Amnesty International](https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/deutschland-angriffe-auf-ngos-2023-07-13) oder der [Bundeszentrale für politische Bildung](https://www.bpb.de/themen/rechtsextremismus/dossier-rechtsextremismus/252888/feindbild-ngos/).

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