Napoleon Bonaparte (1769–1821) war einer der prägendsten Machtpolitiker Europas: Er stieg aus der Französischen Revolution zum Kaiser auf, modernisierte Staat und Verwaltung nachhaltig...
Das **Deutsche Kaiserreich (1871–1918)** wurde als **föderale, konstitutionelle Monarchie** regiert – also ein Bundesstaat mit Kaiser an der Spitze, aber mit Verfassung und Parlamenten. - **Kaiser (Deutscher Kaiser):** Staatsoberhaupt. Er ernannte und entließ den **Reichskanzler**, war Oberbefehlshaber des Militärs und hatte großen Einfluss auf Außenpolitik und Regierung. - **Reichskanzler:** Regierungschef und wichtigster Machtträger im Alltag. Er war **nicht dem Reichstag verantwortlich**, sondern dem Kaiser. Es gab kein parlamentarisches „Misstrauensvotum“ wie in heutigen Demokratien. - **Bundesrat:** Vertretung der deutschen Einzelstaaten (Preußen, Bayern usw.). Er war ein sehr mächtiges Organ und wirkte an Gesetzen und Verwaltung mit. **Preußen dominierte** den Bundesrat und damit das Reich stark. - **Reichstag:** Vom Volk (Männerwahlrecht) gewählt. Er beschloss Gesetze und den Haushalt mit, konnte die Regierung aber **nicht direkt** absetzen. Dadurch war die parlamentarische Kontrolle begrenzt. - **Föderalismus:** Die Einzelstaaten behielten eigene Kompetenzen (z. B. teils Verwaltung, Bildung, innere Angelegenheiten), während das Reich u. a. für Außenpolitik, Militär, Zoll/Währung und große Gesetzgebung zuständig war. Kurz: **viel Macht beim Kaiser und beim von ihm abhängigen Kanzler**, starke Rolle der **Bundesstaaten über den Bundesrat**, und ein **gewählter Reichstag mit Mitwirkung, aber ohne volle Regierungsverantwortung**.
Napoleon Bonaparte (1769–1821) war einer der prägendsten Machtpolitiker Europas: Er stieg aus der Französischen Revolution zum Kaiser auf, modernisierte Staat und Verwaltung nachhaltig...