Wer war Saladin?

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Saladin (arabisch: Ṣalāḥ ad-Dīn Yūsuf ibn Ayyūb, 1137/38–1193) war ein muslimischer Herrscher und Feldherr, der im 12. Jahrhundert zum bedeutendsten Gegenspieler der Kreuzfahrerstaaten wurde. - **Herkunft und Aufstieg:** Er stammte aus einer kurdischen Familie und stieg zunächst im Dienst der Zengiden auf. In Ägypten wurde er zum starken Mann, beendete dort die schiitische Fatimidenherrschaft und etablierte die sunnitische Ayyubiden-Dynastie. - **Eroberung Jerusalems:** Nach seinem entscheidenden Sieg über die Kreuzfahrer in der **Schlacht bei Hattin (1187)** eroberte er **Jerusalem (1187)** zurück. Das löste den **Dritten Kreuzzug (1189–1192)** aus. - **Konflikt mit Richard Löwenherz:** Im Dritten Kreuzzug kämpfte er gegen die Kreuzfahrer unter **Richard I. von England**. Am Ende stand ein Abkommen (1192), das christlichen Pilgern den Zugang zu Jerusalem erlaubte, während die Stadt unter muslimischer Kontrolle blieb. - **Nachwirkung:** In islamischer wie auch in europäischer Überlieferung gilt Saladin oft als politisch kluger, militärisch fähiger und vergleichsweise großzügiger Herrscher seiner Zeit.

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