Wenn du „Weltkriegstote“ ohne weitere Eingrenzung meinst, ist die wichtigste Unterscheidung: In beiden Weltkriegen hatte Großbritannien deutlich mehr Tote als die USA im Ersten Weltk...
Gab es in den USA Satteltankdampfloks?
Antwort vom**Ja – in den USA gab es viele Satteltankdampfloks, aber vor allem im Industrie-, Bergbau-, Steinbruch-, Werks- und Waldbahnbetrieb, nicht als typisches Bild auf den großen Hauptstrecken.** In den USA waren sie also real und verbreitet, nur deutlich weniger „mainline-typisch“ als in Großbritannien. ([borail.org](https://www.borail.org/collection/seh-no-4/)) ## Wo sie in den USA eingesetzt wurden Satteltankloks waren in den USA besonders dort sinnvoll, wo kurze Strecken, enge Radien und häufiges Rangieren wichtiger waren als große Reichweite. Genau deshalb liefen sie massenhaft in Minen, Sägewerken, Fabriken, Kraftwerken, Steinbrüchen und auf Logging Railroads. Das B&O Railroad Museum spricht sogar von „thousands“ solcher Loks in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. ([borail.org](https://www.borail.org/collection/seh-no-4/)) Der entscheidende Unterschied zu Europa: In den USA dominierten auf den großen Bahngesellschaften Tenderloks mit Schlepptender oder andere Bauarten für längere Distanzen. Eine Satteltanklok trägt ihren Wasservorrat direkt auf dem Kessel; das spart Länge und macht sie wendig, begrenzt aber Wasser- und Kohlevorrat. Für eine Werksbahn ist das ideal, für lange Strecken eher nicht. ([en.wikipedia.org](https://en.wikipedia.org/wiki/Tank_locomotive)) ## Typisch amerikanisch: klein – und manchmal überraschend groß Viele amerikanische Satteltankloks waren kleine 0-4-0ST- oder 0-6-0ST-Industrieloks. Ein wichtiger Hersteller war H.K. Porter aus Pittsburgh, der sich gerade auf solche kleinen Industrie-Satteltankloks spezialisierte. ([en.wikipedia.org](https://en.wikipedia.org/wiki/H.K._Porter%2C_Inc.)) Weniger bekannt ist: In den USA gab es auch sehr große Satteltankmaschinen für den Holztransport. Ein extremes Beispiel ist die Sugar Pine Lumber Co. in Kalifornien, die mehrere schwere Satteltankloks einsetzte; ihre „Minaret“ gilt als eine der größten bzw. wohl die größte je gebaute Satteltanklok. Das zeigt gut, dass die Bauart in den USA nicht nur ein „kleines Rangierlok-Thema“ war. ([loco-info.com](https://www.loco-info.com/view.aspx?id=17778&t=Type)) ## Wichtiger Unterschied zum typischen Bild Wenn man an amerikanische Dampfloks denkt, denkt man meist an große Tenderloks der Hauptbahnen. Deshalb wirken Satteltankloks in den USA heute ungewöhnlicher, als sie historisch tatsächlich waren. Sie waren nicht selten – sie waren nur in einem anderen Einsatzfeld zuhause. ([borail.org](https://www.borail.org/collection/seh-no-4/)) Ein praktischer Vergleich: In Großbritannien war die Tanklok oft normaler Alltagsbetrieb auch im Personen- und Nebenbahndienst. In den USA war die Satteltanklok eher das robuste Arbeitstier hinter dem Werkstor oder im Wald. Genau das ist der Kernunterschied. ([en.wikipedia.org](https://en.wikipedia.org/wiki/Tank_locomotive))
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