Wie lautete die Argumentation von Sinowjew und Kamenew gegen den bewaffneten Aufstand im Oktober 1917?

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Sinowjew und Kamenew argumentierten im Herbst 1917 gegen den bewaffneten Aufstand, der zur Oktoberrevolution führte, aus mehreren Gründen: 1. **Unzeitigkeit des Aufstands:** Sie hielten den Zeitpunkt für ungünstig und befürchteten, dass die Arbeiter und Bauern noch nicht ausreichend für einen Aufstand mobilisiert seien. Die gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse sahen sie als nicht reif genug an. 2. **Gefahr einer Niederlage:** Sie warnten davor, dass ein verfrühter Aufstand scheitern und die Bolschewiki isolieren könnte. Eine Niederlage würde die Partei schwächen und die Revolution insgesamt zurückwerfen. 3. **Politische Folgen:** Sinowjew und Kamenew befürchteten, dass ein gewaltsamer Umsturz die Unterstützung breiter Bevölkerungsschichten und anderer sozialistischer Parteien verlieren könnte. Sie plädierten stattdessen für eine weitere Zusammenarbeit mit den Sowjets und eine friedliche Entwicklung. Zusammengefasst: Sinowjew und Kamenew lehnten den bewaffneten Aufstand ab, weil sie ihn für verfrüht, riskant und politisch gefährlich hielten.

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