Der Postzug Glasgow–London transportierte am 8. August 1963 so viel Bargeld, weil er regelmäßig große Mengen an Geld und Wertsendungen zwischen Banken, Unternehmen und der Bank of England beförderte. Damals war es üblich, dass Bargeld und andere Wertgegenstände per Zug transportiert wurden, da dies als sicher und effizient galt. Am Tag des sogenannten "Great Train Robbery" (dt. "Großer Postzugraub") war besonders viel Bargeld an Bord, weil der Zug unter anderem die Einnahmen aus einem langen Bankfeiertags-Wochenende in Schottland nach London brachte. Die Summe belief sich auf etwa 2,6 Millionen Pfund Sterling (heute inflationsbereinigt mehrere Dutzend Millionen Euro). Das Geld stammte aus verschiedenen Banken und war für die Weiterverarbeitung und Verteilung in London bestimmt. Die Täter wussten durch einen Insider-Tipp von der ungewöhnlich hohen Bargeldmenge und planten deshalb den Überfall gezielt auf dieses Datum.