Der Röhm-Putsch, auch als „Nacht der langen Messer“ bekannt, war eine politische Säuberungsaktion im nationalsozialistischen Deutschland vom 30. Juni bis 2. Juli 1934. Dabei lie&...
Weil die „örtliche Polizei“ in der NS-Zeit in solchen Situationen meist weder politisch noch organisatorisch unabhängig handelte – und gegenüber SS/SA faktisch untergeordnet war. - **Macht- und Befehlsverhältnisse:** SS und SA traten als parteistaatliche Gewaltorgane auf und konnten lokale Polizeikräfte einschüchtern oder übergehen. Polizisten riskierten bei Widerstand dienstliche und persönliche Konsequenzen. - **Politische Gleichschaltung und Loyalitäten:** Viele Polizeidienststellen waren bereits „gleichgeschaltet“, personell durch NSDAP-nahe Führung geprägt oder zumindest auf Anpassung gedrillt. Dadurch fehlte oft der Wille, gegen SS/SA vorzugehen. - **Rechtliche Grauzonen/„Schutzhaft“-Praxis:** Gewaltaktionen wurden häufig nachträglich als „staatspolitisch notwendig“ legitimiert. Das senkte die Hemmschwelle, wegzusehen, statt einzuschreiten. - **Kooperation statt Konfrontation:** In vielen Orten arbeiteten Polizei und Parteiformationen praktisch zusammen (Informationsaustausch, gemeinsame Einsätze). Eine Straßensperre konnte dann eher als polizeilich „nachrangig“ gelten. - **Angst vor Eskalation:** Selbst wenn einzelne Beamte einschreiten wollten, war die Polizei lokal oft zahlenmäßig/waffentechnisch unterlegen und fürchtete eine offene Konfrontation. Kurz: Nicht „Unwissen“, sondern ein Mix aus Unterordnung, Gleichschaltung, Einschüchterung und nachträglicher Legitimierung führte häufig dazu, dass die Polizei nichts unternahm.
Der Röhm-Putsch, auch als „Nacht der langen Messer“ bekannt, war eine politische Säuberungsaktion im nationalsozialistischen Deutschland vom 30. Juni bis 2. Juli 1934. Dabei lie&...
Heinrich Himmler war einer der führenden Köpfe des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland. Seine wichtigste Funktion war die des Reichsführers der SS (Schutzstaffel). In dieser...