**Julikrise** Die Julikrise bezeichnet eine Reihe von politischen und diplomatischen Ereignissen im Juli 1914, die zur Eskalation der Spannungen in Europa und letztlich zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führten. Ausgelöst wurde die Krise durch die Ermordung des österreichisch-ungarischen Thronfolgers Franz Ferdinand und seiner Frau Sophie am 28. Juni 1914 in Sarajevo durch den serbischen Nationalisten Gavrilo Princip. In der Folge stellte Österreich-Ungarn Serbien ein Ultimatum, das sehr strenge Bedingungen enthielt. Serbien akzeptierte die meisten, jedoch nicht alle Forderungen, was zu einer weiteren Eskalation führte. Am 23. Juli 1914 erklärte Österreich-Ungarn Serbien den Krieg. Dies löste ein komplexes Netz von Allianzen und militärischen Mobilisierungen aus, das schließlich die großen europäischen Mächte in den Konflikt hinein zog. Die Julikrise ist ein zentrales Beispiel für die politischen Fehlkalkulationen und die unzureichenden diplomatischen Bemühungen der damaligen Zeit, die in einen globalen Konflikt mündeten. Sie verdeutlicht die Fragilität der internationalen Beziehungen und die Gefahren von Nationalismus und Militarismus.