Kolumbus im Konkurrenzkampf zwischen Spanien und Portugal?

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Christoph Kolumbus spielte eine bedeutende Rolle im Konkurrenzkampf zwischen Spanien und Portugal um die Entdeckung und Kolonisierung neuer Gebiete im 15. und 16. Jahrhundert. Beide Länder waren führend in der europäischen Exploration und suchten nach neuen Handelsrouten und Territorien. Portugal hatte sich bereits einen Vorsprung verschafft, indem es die Küsten Afrikas erkundete und den Seeweg nach Indien entdeckte. Spanien hingegen suchte nach einer westlichen Route nach Asien. Kolumbus, ein italienischer Seefahrer, bot seine Dienste zunächst Portugal an, wurde jedoch abgelehnt. Schließlich fand er Unterstützung bei den spanischen Monarchen Ferdinand und Isabella. Kolumbus' Entdeckungsreise 1492 führte zur Entdeckung der Neuen Welt (Amerika), was den Wettlauf zwischen Spanien und Portugal intensivierte. Um Konflikte zu vermeiden, vermittelte Papst Alexander VI. den Vertrag von Tordesillas im Jahr 1494, der die Welt in zwei Einflussbereiche aufteilte: westlich des 46. Längengrads für Spanien und östlich davon für Portugal. Dieser Vertrag legte die Grundlage für die kolonialen Imperien beider Länder und beeinflusste die geopolitische Landschaft der folgenden Jahrhunderte.

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