Unter Otto I. gewann die Kirche aus mehreren Gründen an Macht: 1. **Politische Allianz**: Otto I. suchte die Unterstützung der Kirche, um seine Herrschaft zu legitimieren und zu stabilisieren. Durch die enge Zusammenarbeit mit kirchlichen Institutionen konnte er seine Machtbasis erweitern und die Loyalität der Bevölkerung sichern. 2. **Königliche Weihen**: Otto I. ließ sich von der Kirche krönen, was seine Autorität stärkte und die Kirche in eine zentrale Rolle bei der Legitimation seiner Herrschaft einband. Die Krönung durch den Papst verlieh ihm zusätzliches Ansehen. 3. **Besitz und Reichtum**: Die Kirche besaß große Ländereien und Reichtümer. Otto I. förderte die Kirche, indem er ihr Land und Privilegien gewährte, was zu einer gegenseitigen Abhängigkeit führte. Die Kirche konnte so ihre Macht und ihren Einfluss ausbauen. 4. **Bildung und Kultur**: Die Kirche war ein Zentrum der Bildung und Kultur. Otto I. unterstützte die Gründung von Klöstern und Schulen, was die Kirche zu einem wichtigen Akteur in der Bildung machte und ihre gesellschaftliche Bedeutung erhöhte. 5. **Missionierung**: Otto I. förderte die Christianisierung der slawischen Völker, was nicht nur die religiöse, sondern auch die politische Kontrolle über diese Gebiete stärkte. Die Kirche spielte eine entscheidende Rolle in diesem Prozess und erlangte dadurch zusätzlichen Einfluss. Insgesamt führte die enge Verknüpfung von politischer Macht und kirchlicher Autorität unter Otto I. zu einer signifikanten Stärkung der Kirche im mittelalterlichen Europa.