Was war die Gleichschaltung unter Hitler?

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Die Gleichschaltung war ein Prozess in Deutschland, der in Jahren 1933 und 1934 stattfand, während der Adolf Hitler und die Nationalsozial die Kontrolle über alle Aspekte des öffentlichen und politischen Lebens übernahmen. Ziel war es, alle Institutionen, Organisationen und gesellschaftlichen Gruppen im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie zu vereinheitlichen und zu kontrollieren. Nach der Machtergreifung Hitlers im Januar 1933 wurden politische Gegner, insbesondere die Kommunisten und Sozialdemokraten, verfolgt und ihre Parteien verboten. Die Gleichschaltung umfasste auch die Übernahme von Ländern und Kommunen durch die NSDAP, die Auflösung von Gewerkschaften und die Kontrolle über die Medien. Ein zentrales Element der Gleichschaltung war das Ermächtigungsgesetz von März 1933, das der Regierung Hitlers weitreichende Vollmachten verlieh, Gesetze ohne Zustimmung des Reichstags zu erlassen. Dies führte zur Errichtung einer Diktatur, in der die NSDAP die alleinige politische Macht hatte. Die Gleichschaltung hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die deutsche Gesellschaft, da sie die individuelle Freiheit stark einschränkte und eine Atmosphäre der Angst und Repression schuf.

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