Der dritte Stand, der während der Französischen Revolution die Interessen der einfachen Bürger und der Arbeiter vertrat, hatte mehrere zentrale Forderungen: 1. **Politische Mitbestimmung**: Der dritte Stand forderte eine stärkere politische Vertretung und Mitbestimmung im Nationalstaat, insbesondere durch die Einberufung der Generalstände und die Schaffung einer Nationalversammlung. 2. **Abschaffung der Privilegien**: Die Beseitigung der feudalen Privilegien des Adels und des Klerus war eine zentrale Forderung, um Gleichheit vor dem Gesetz zu erreichen. 3. **Steuerreform**: Der dritte Stand verlangte eine gerechtere Verteilung der Steuerlast, da er einen Großteil der Steuern trug, während der Adel und der Klerus oft von Steuerpflichten befreit waren. 4. **Soziale Gerechtigkeit**: Es gab Forderungen nach besseren Lebensbedingungen, Arbeitsrechten und sozialer Gerechtigkeit für die ärmeren Schichten der Gesellschaft. Diese Forderungen trugen maßgeblich zur Entstehung der Revolution und zur Umgestaltung der französischen Gesellschaft bei.