Die "Commentarii de Bello Gallico" (Kommentare über den Gallischen Krieg) sind ein Werk von Julius Caesar, das seine militärischen Feldzüge in Gallien zwischen 58 und 50 v. Chr. beschreibt. **Eigenschaften:** 1. **Stil und Sprache:** Die Kommentare sind in einem klaren, prägnanten Latein verfasst. Caesar verwendet einen sachlichen und direkten Stil, der oft als Vorbild für militärische Berichterstattung angesehen wird. 2. **Erzählstruktur:** Die Werke sind chronologisch gegliedert und bieten eine detaillierte Beschreibung der verschiedenen Kriege, Schlachten und politischen Ereignisse. 3. **Perspektive:** Caesar schreibt aus seiner eigenen Sicht und versucht, seine Entscheidungen und Taten zu rechtfertigen. Dies führt zu einer gewissen Voreingenommenheit, da er sich selbst in einem positiven Licht darstellt. 4. **Ethnographische Elemente:** Neben militärischen Aspekten enthält das Werk auch ethnographische Beschreibungen der gallischen Stämme, ihrer Bräuche und Lebensweisen. **Zielsetzung:** 1. **Selbstinszenierung:** Caesar wollte seine militärischen Erfolge dokumentieren und sich als fähigen Führer präsentieren, um seine politische Karriere in Rom zu fördern. 2. **Legitimation:** Durch die Darstellung seiner Taten wollte er die Legitimität seiner Macht und seiner Entscheidungen untermauern, insbesondere in einem politischen Umfeld, das von Rivalitäten geprägt war. 3. **Information:** Die Kommentare sollten auch die römische Bevölkerung über die Ereignisse in Gallien informieren und das Interesse an den militärischen Unternehmungen wecken. 4. **Propaganda:** Das Werk diente als Propagandainstrument, um die römische Bevölkerung von der Notwendigkeit und dem Nutzen seiner Feldzüge zu überzeugen und um Unterstützung für seine politischen Ambitionen zu gewinnen. Insgesamt sind die "Commentarii de Bello Gallico" nicht nur ein wichtiges historisches Dokument, sondern auch ein strategisches Werkzeug in Caesars politischem Spiel.