Durch wen und warum wurde 1964 Nikita Chruschtschow ersetzt?

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Nikita Chruschtschow wurde im Oktober 1964 durch eine Gruppe führender Funktionäre der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) abgesetzt. Die wichtigsten Akteure dieses Machtwechsels waren Leonid Breschnew, der anschließend Erster Sekretär der KPdSU wurde, und Alexei Kossygin, der das Amt des Ministerpräsidenten übernahm. Die Gründe für Chruschtschows Absetzung waren vielfältig: 1. **Unzufriedenheit mit seiner Führung**: Viele Parteimitglieder und Funktionäre waren mit Chruschtschows Führungsstil unzufrieden. Er galt als unberechenbar, impulsiv und traf oft wichtige Entscheidungen im Alleingang. 2. **Wirtschaftliche Probleme**: Unter Chruschtschow gab es zahlreiche Wirtschaftsreformen, die jedoch nicht den gewünschten Erfolg brachten. Besonders die Landwirtschaftspolitik (z.B. das "Neuland-Programm") führte zu Misserfolgen und Versorgungsengpässen. 3. **Außenpolitische Krisen**: Die Kubakrise 1962 hatte die Sowjetunion international in eine schwierige Lage gebracht. Viele in der Führung sahen Chruschtschows Politik als zu riskant und wenig erfolgreich an. 4. **Verlust an Unterstützung**: Chruschtschow hatte sich im Laufe der Jahre viele Feinde innerhalb der Partei gemacht, da er zahlreiche alte Funktionäre entmachtet und kritisiert hatte. Die Absetzung erfolgte auf einer Sitzung des Zentralkomitees der KPdSU. Chruschtschow wurde offiziell wegen "Altersschwäche" und "gesundheitlicher Probleme" in den Ruhestand versetzt, tatsächlich handelte es sich aber um einen parteiinternen Putsch. Weitere Informationen zu Nikita Chruschtschow findest du z.B. bei [Wikipedia](https://de.wikipedia.org/wiki/Nikita_Sergejewitsch_Chruschtschow).