Was bedeutet Industrialisierung?

Antwort

Die Industrialisierung bezeichnet den tiefgreifenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel, der mit der Einführung industrieller Produktionsmethoden einhergeht. Sie begann im 18. Jahrhundert in Großbritannien und breitete sich im 19. und 20. Jahrhundert weltweit aus. Kernmerkmale der Industrialisierung sind: - **Einsatz von Maschinen**: Handarbeit wird zunehmend durch Maschinen ersetzt. - **Massenproduktion**: Güter werden in großen Mengen und standardisiert hergestellt. - **Fabriken**: Die Produktion verlagert sich von kleinen Werkstätten in große Fabriken. - **Technische Innovationen**: Erfindungen wie die Dampfmaschine, der mechanische Webstuhl oder später die Elektrizität treiben die Entwicklung voran. - **Veränderte Arbeitswelt**: Viele Menschen ziehen vom Land in die Städte, um in Fabriken zu arbeiten (Urbanisierung). - **Wirtschaftlicher Wandel**: Die Industrie wird zum wichtigsten Wirtschaftszweig, Landwirtschaft verliert an Bedeutung. Die Industrialisierung hatte weitreichende Folgen: Sie führte zu wirtschaftlichem Wachstum, aber auch zu sozialen Problemen wie schlechten Arbeitsbedingungen, Umweltverschmutzung und Kinderarbeit. Sie gilt als eine der wichtigsten Entwicklungen der Neuzeit.

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