Der Begriff „Reichswald“ bezeichnete im Mittelalter und in der frühen Neuzeit große, zusammenhängende Waldgebiete, die direkt dem König oder Kaiser des Heiligen Rö...
Der Armutsstreit im Mittelalter, auch als "Streit um die Armut" bekannt, war eine bedeutende theologischen und sozialen Auseinandersetzung, die vor allem im 13. und 14. Jahrhundert stattfand. Er drehte sich um die Frage, ob Armut eine Tugend sei und ob es für Christen, insbesondere für Ordensgemeinschaften, richtig sei, in Armut zu leben. Zentrale Figuren in diesem Streit waren die Franziskaner und die Dominikaner. Die Franziskaner, gegründet von Franz von Assisi, lebten in strenger Armut und sahen diese als idealen Lebensstil an, um dem Beispiel Jesu zu folgen. Sie argumentierten, dass materielle Besitztümer den spirituellen Fortschritt behindern. Auf der anderen Seite standen die Dominikaner, die eine andere Sichtweise vertraten. Sie betonten die Notwendigkeit von Bildung und der Nutzung von Ressourcen, um das Evangelium zu verbreiten. Der Streit eskalierte, als die Kirche und die Theologen begannen, die Rolle von Besitz und Reichtum in der Gesellschaft und im Glaubensleben zu diskutieren. Der Armutsstreit führte zu verschiedenen theologischen Positionen und hatte Auswirkungen auf die Entwicklung der Orden und die Beziehung zwischen Kirche und Gesellschaft. Letztlich wurde die Frage der Armut und des Besitzes in den folgenden Jahrhunderten weiterhin diskutiert und beeinflusste die christliche Ethik und die sozialen Strukturen im Mittelalter.
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Ja, das kann man so sagen. Im Mittelalter war die Art der Kleidung stark durch die jeweilige Gesellschaftsschicht vorgeschrieben und geregelt. Es gab sogenannte Kleiderordnungen (auch „Kleiderge...
Ja, das kann man so sagen. Im Mittelalter war die Art der Kleidung stark durch die jeweilige Gesellschaftsschicht vorgeschrieben und geregelt. Es gab sogenannte Kleiderordnungen, die genau festlegten,...
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