Wie viele Arbeitsplätze gingen seit den 1980er-Jahren durch die Steinkohle- und Montankrise verloren?

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**Allein im Steinkohlebergbau gingen seit den 1980er-Jahren grob rund 140.000 Arbeitsplätze verloren; rechnet man die Montanindustrie insgesamt mit Stahl dazu, liegt der Abbau eher bei deutlich über 200.000 Arbeitsplätzen.** Die genaue Zahl hängt daran, ob du nur den Bergbau in Deutschland, nur das Ruhrgebiet oder die gesamte Montanwirtschaft meinst. ([de.statista.com](https://de.statista.com/statistik/daten/studie/159805/umfrage/steinkohlenbergbau-belegschaft-im-ruhrgebiet-seit-1945/)) ## Was sich belastbar sagen lässt Für den **deutschen Steinkohlebergbau** zeigen Branchenzahlen einen massiven Einbruch: Ende der 1980er Jahre lag die Belegschaft noch bei rund **45.000 Beschäftigten**, 2018 vor dem Ende des Abbaus nur noch bei wenigen Tausend. Für das **Ruhrgebiet** nennt Statista für **1980 rund 143.440 Beschäftigte** und für **2018 weniger als 3.500**. Daraus ergibt sich allein dort ein Rückgang um ungefähr **140.000 Stellen**. ([de.statista.com](https://de.statista.com/statistik/daten/studie/159805/umfrage/steinkohlenbergbau-belegschaft-im-ruhrgebiet-seit-1945/)) Bei der **Stahlindustrie** ist die Lage ähnlich, aber statistisch oft unschärfer abgegrenzt. Ein belastbarer Richtwert ist: Seit **1980** sank die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Stahlindustrie um **mehr als zwei Drittel**. Für das Ruhrgebiet nennt eine wissenschaftliche Quelle einen Rückgang in der Eisen- und Stahlindustrie von **223.073 Beschäftigten 1975** auf **49.289 im Jahr 2002**. Das zeigt: Der eigentliche Arbeitsplatzverlust der Montankrise lag nicht nur in der Kohle, sondern mindestens ebenso im Stahl. ([industriemagazin.at](https://industriemagazin.at/artikel/die-stahlindustrie-in-deutschland-die-wichtigsten-eckdaten/)) ## Der wichtige Unterschied Der häufigste Fehler ist, **Steinkohlekrise und Montankrise gleichzusetzen**. Die Steinkohlekrise betrifft den Bergbau selbst. Die Montankrise meint breiter den Niedergang von **Kohle, Koks, Eisen und Stahl** samt Zulieferern. Deshalb kursieren sehr unterschiedliche Zahlen – sie beziehen sich oft auf verschiedene Branchenzuschnitte. ([wri.org](https://www.wri.org/snapshots/germany-ruhr-regions-pivot-coal-mining-hub-green-industry-and-expertise)) ## Praktisch die beste Kurzantwort Wenn du eine **knappe, seriöse Zahl** brauchst, ist diese Formulierung am sichersten: **Seit den 1980er-Jahren fielen im deutschen Steinkohlebergbau etwa 140.000 Arbeitsplätze weg; in der Montanindustrie insgesamt waren es deutlich über 200.000, regional im Ruhrgebiet noch weit mehr im weiteren industriellen Umfeld.** ([de.statista.com](https://de.statista.com/statistik/daten/studie/159805/umfrage/steinkohlenbergbau-belegschaft-im-ruhrgebiet-seit-1945/))