Philon lebte in der Antike; meist ist damit Philon von Alexandria gemeint, der ungefähr von 20 v. Chr. bis 40 n. Chr. lebte. Falls du nicht Philon von Alexandria meinst: Es gab mehrere antike Ph...
In welchen antiken Herrscherlob-Schriften werden Herrscher als von den Ihren verehrt und von Feinden gefürchtet dargestellt?
Antwort vomDie Vorstellung, dass Herrscher von den eigenen Untertanen verehrt und von Feinden gefürchtet werden, ist ein zentrales Motiv in vielen antiken Herrscherlob-Schriften (Enkomien, Panegyriken, Königsinschriften). Solche Aussagen finden sich in verschiedenen Kulturräumen, etwa im Alten Orient, in Ägypten, Griechenland und Rom. Hier einige Beispiele: **1. Altorientalische Königsinschriften:** - In den Inschriften der assyrischen und babylonischen Könige wird häufig betont, dass der König „die Feinde zerschmettert“ und „das Volk in Sicherheit und Wohlstand“ führt. Beispiel: Die Inschriften von Assurbanipal (7. Jh. v. Chr.) schildern, wie er von den eigenen Leuten als „Hirte“ verehrt und von Feinden gefürchtet wird. - Auch in den Inschriften von Ramses II. (Ägypten, 13. Jh. v. Chr.) wird er als „Liebling der Götter“ und „Schrecken der Feinde“ beschrieben. **2. Griechische Panegyrik:** - In Xenophons „Agesilaos“ (4. Jh. v. Chr.) wird Agesilaos als Herrscher dargestellt, der von den eigenen Leuten geliebt und von den Feinden gefürchtet wird. - Isokrates, „Panegyrikos“ (4. Jh. v. Chr.), beschreibt idealtypische Herrscher, die „den Freunden Wohltäter, den Feinden Schrecken“ sind. **3. Römische Panegyrik:** - In den „Panegyrici Latini“ (Sammlung römischer Lobreden, 3.–4. Jh. n. Chr.) wird z.B. Kaiser Konstantin als „Vater des Vaterlandes“ und „Schrecken der Barbaren“ gepriesen. - Auch in Vergils „Aeneis“ (1. Jh. v. Chr.) wird Augustus als Herrscher dargestellt, der „die Feinde bezwingt und dem eigenen Volk Frieden bringt“. **4. Bibel:** - Im Alten Testament, z.B. im Psalm 72, wird der ideale König als einer beschrieben, der „die Feinde zerschmettert“ und „vom Volk geliebt“ wird. **Fazit:** Das Motiv, dass Herrscher von den eigenen Leuten verehrt und von Feinden gefürchtet werden, ist ein Topos, der in vielen antiken Herrscherlob-Schriften begegnet. Besonders deutlich wird dies in Königsinschriften des Alten Orients, in griechischen und römischen Panegyriken sowie in biblischen Texten.
Verwandte Fragen
Welche weiteren Weltwunder der Antike gibt es?
Zu den klassischen sieben Weltwundern der Antike zählen insgesamt nur sieben – „weitere“ im engeren Sinn gibt es also nicht; gemeint sind meist die anderen neben den Pyramiden v...
Wann entstanden die Israeliten?
Die Israeliten entstanden nicht an einem einzigen Datum, sondern allmählich in der südlichen Levante, wahrscheinlich zwischen ca. 1200 und 1000 v. Chr. Wichtig dazu: Die früheste au&s...
Wie wird Papyrus hergestellt?
Papyrus wird aus der Papyruspflanze hergestellt, vor allem aus dem Mark des Stängels. Kurz der Ablauf: 1. Der Stängel wird geschält. 2. Das weiche Innere wird in dünne Streifen...
Was bedeutet Babylon?
Babylon kann je nach Kontext Verschiedenes bedeuten: 1. Historisch: Babylon war eine berühmte antike Stadt in Mesopotamien, im Gebiet des heutigen Irak. Sie war eines der wichtigsten Zentren d...