Braucht man in der Astrofotografie bei Fokalfotografie mit Okular einen Flattener oder Korrektor?

Antwort

Bei der Astrofotografie mit Fokalfotografie durch ein Okular (auch „Okularprojektion“ genannt) ist ein Flattener oder Korrektor in der Regel **nicht zwingend erforderlich**, aber es hängt vom verwendeten Teleskop und dem gewünschten Bildfeld ab. **Hintergrund:** - Ein **Flattener** (Feldkorrektor) wird normalerweise verwendet, um das Bildfeld bei Refraktoren (Linsenteleskopen) zu ebnen, sodass Sterne auch am Rand des Bildes scharf abgebildet werden. - Ein **Korrektor** (z. B. Komakorrektor) wird bei Spiegelteleskopen wie Newtons eingesetzt, um Abbildungsfehler wie Koma zu korrigieren. **Bei der Okularprojektion:** - Das Okular projiziert das Bild auf den Kamerasensor. Dadurch wird das Bildfeld oft stark verkleinert (je nach Okularbrennweite und Kamera), sodass nur der zentrale, ohnehin schärfste Bereich des Teleskopsensors genutzt wird. - Abbildungsfehler wie Koma oder Bildfeldwölbung treten vor allem am Rand des Bildfeldes auf. Da bei der Okularprojektion meist nur ein kleiner Ausschnitt des Bildfeldes genutzt wird, sind diese Fehler oft weniger auffällig. **Fazit:** - **In den meisten Fällen** ist bei der Okularprojektion kein Flattener oder Korrektor notwendig, weil das Bildfeld klein ist und die Abbildungsfehler am Rand nicht ins Gewicht fallen. - **Ausnahmen:** Wenn du ein sehr großes Bildfeld abbilden möchtest oder besonders hohe Ansprüche an die Bildqualität hast, kann ein Flattener oder Korrektor auch bei der Okularprojektion sinnvoll sein. **Tipp:** Probiere es zunächst ohne Flattener/Korrektor aus und beurteile die Bildqualität. Bei Bedarf kannst du dann gezielt nachrüsten. Weitere Infos findest du z. B. bei [Astronomie.de](https://www.astronomie.de/).

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