In der Bilanz sollten zweifelhafte Forderungen von vollwertigen Forderungen getrennt ausgewiesen werden, um eine realistische Darstellung der Vermögenslage eines Unternehmens zu gewährleisten. Hier sind die Hauptgründe: 1. **Transparenz**: Die Trennung ermöglicht es den Stakeholdern, wie Investoren und Gläubigern, die Qualität der Forderungen besser zu beurteilen. Sie können erkennen, welche Forderungen wahrscheinlich eingezogen werden können und welche möglicherweise nicht. 2. **Risikobewertung**: Zweifelhafte Forderungen weisen auf ein höheres Risiko hin, dass sie nicht beglichen werden. Durch die separate Ausweisung wird das Risiko für das Unternehmen und seine Gläubiger klarer dargestellt. 3. **Wertberichtigung**: Unternehmen sind verpflichtet, eine Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen vorzunehmen. Dies bedeutet, dass der Buchwert der Forderungen angepasst wird, um potenzielle Verluste zu reflektieren. Eine separate Ausweisung erleichtert die Nachvollziehbarkeit dieser Anpassungen. 4. **Einhaltung von Rechnungslegungsstandards**: Viele Rechnungslegungsstandards, wie die International Financial Reporting Standards (IFRS) oder die Generally Accepted Accounting Principles (GAAP), verlangen eine solche Trennung, um die Genauigkeit und Fairness der Finanzberichterstattung zu gewährleisten. Insgesamt trägt die getrennte Ausweisung dazu bei, ein realistisches Bild der finanziellen Situation des Unternehmens zu vermitteln und die Entscheidungsfindung der Stakeholder zu unterstützen.