Mindert ein 2024 gewährter Zuschuss für ein 2022 angeschafftes Objekt die AfA ab 2024 oder erst ab 2025, und wo ist das geregelt?
Antwort vomEin **nachträglich in 2024 gewährter Zuschuss** für ein bereits **2022 angeschafftes** abschreibbares Objekt **mindert die AfA grundsätzlich ab dem Zeitpunkt der Zuschussgewährung bzw. ab dem Wirtschaftsjahr 2024**, nicht erst ab 2025. **Begründung:** Ein solcher Zuschuss mindert regelmäßig die **Anschaffungs- oder Herstellungskosten**. Dadurch ist die **Bemessungsgrundlage der AfA** neu zu bestimmen. Für die bereits in 2022 und 2023 vorgenommenen AfA-Beträge bleibt es grundsätzlich bei den damaligen Verhältnissen; die **verbleibende Rest-AfA** ist ab dem Jahr der Minderung auf Basis des dann verminderten Restbuchwerts bzw. der geminderten AK/HK neu zu berechnen. **Geregelt ist das vor allem in:** - **§ 255 Abs. 1 HGB** – Begriff der Anschaffungskosten - **§ 6 Abs. 1 Nr. 1 EStG** – Bewertung von abnutzbaren Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens - **§ 7 Abs. 1 EStG** – AfA nach den Anschaffungs- oder Herstellungskosten Steuerlich folgt daraus der Grundsatz, dass **echte, objektbezogene Zuschüsse** die **AK/HK kürzen**, sofern sie nicht ausnahmsweise als steuerpflichtige Betriebseinnahme behandelt werden. **Kurzantwort:** - Zuschuss in **2024** → **AfA-Minderung ab 2024** - nicht erst ab **2025** **Wichtig:** Das gilt nur für den Regelfall eines **AK/HK-mindernden Zuschusses**. Wird der Zuschuss steuerlich **nicht** von den Anschaffungskosten abgesetzt, sondern als **Betriebseinnahme** erfasst, bleibt die AfA unverändert.