Ein Treuhandmodell ist eine rechtliche und wirtschaftliche Konstruktion, bei der eine Person oder Organisation (der Treuhänder) Vermögenswerte, Rechte oder Pflichten für eine andere Person oder Gruppe (den Treugeber oder Begünstigten) verwaltet. Der Treuhänder handelt dabei im Interesse des Treugebers und ist verpflichtet, dessen Weisungen und Interessen zu beachten. Typische Anwendungsbereiche für Treuhandmodelle sind: - **Vermögensverwaltung:** Ein Treuhänder verwaltet Geld, Immobilien oder andere Vermögenswerte für den Begünstigten. - **Unternehmensbeteiligungen:** Anteile an Unternehmen werden treuhänderisch gehalten, etwa um die Anonymität des wahren Eigentümers zu wahren oder bestimmte rechtliche Vorgaben zu erfüllen. - **Nachlassregelungen:** Im Rahmen von Erbschaften kann ein Treuhänder eingesetzt werden, um das Vermögen für minderjährige Erben zu verwalten. Das Treuhandmodell bietet Vorteile wie Diskretion, rechtliche Absicherung und professionelle Verwaltung, setzt aber ein hohes Maß an Vertrauen zwischen Treugeber und Treuhänder voraus.