Stille Reserven sind Vermögenswerte, die in der Bilanz eines Unternehmens nicht oder nur teilweise erfasst werden. Sie entstehen durch die Unterbewertung von Vermögensgegenständen oder die Überbewertung von Schulden. Diese Reserven sind "still", weil sie nicht explizit in der Bilanz ausgewiesen werden, sondern sich in den Bewertungsansätzen verstecken. Stille Reserven können auf verschiedene Weise entstehen: 1. **Unterbewertung von Vermögensgegenständen**: Ein Unternehmen bewertet seine Vermögenswerte (z.B. Immobilien, Maschinen) niedriger als deren tatsächlicher Marktwert. 2. **Überbewertung von Schulden**: Schulden oder Rückstellungen werden höher angesetzt als notwendig. 3. **Nichtbilanzierung von Vermögenswerten**: Bestimmte Vermögenswerte werden überhaupt nicht in der Bilanz erfasst. Stille Reserven erscheinen nicht direkt in der Bilanz, sondern beeinflussen die stillen Reserven indirekt durch die Bewertungsansätze. Sie können jedoch durch eine detaillierte Analyse der Bilanz und der Bewertungsmethoden identifiziert werden.