Was bedeutet retrograde Bewertung in der Bilanz?

Antwort

Die retrograde Bewertung in der Bilanz bezieht sich auf eine Methode der Wertermittlung, bei der der Wert eines Vermögensgegenstands oder einer Verbindlichkeit ausgehend von einem zukünftigen Wert rückwärts berechnet wird. Diese Methode wird oft verwendet, wenn der aktuelle Marktwert schwer zu bestimmen ist, aber zukünftige Zahlungsströme oder Werte bekannt sind. Ein Beispiel für die Anwendung der retrograden Bewertung ist die Diskontierung zukünftiger Cashflows, um den Barwert eines Vermögensgegenstands zu ermitteln. Dabei werden die erwarteten zukünftigen Cashflows mit einem geeigneten Diskontsatz abgezinst, um den heutigen Wert zu berechnen. Diese Methode kann in verschiedenen Bereichen der Bilanzierung Anwendung finden, wie z.B. bei der Bewertung von Finanzinstrumenten, Rückstellungen oder immateriellen Vermögenswerten. Es ist wichtig, dass die Annahmen und Diskontsätze, die bei der retrograden Bewertung verwendet werden, gut dokumentiert und nachvollziehbar sind, um die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Bilanz zu gewährleisten.

KI fragen

Verwandte Fragen

Was sind die Unterschiede bei der Bewertung nach HGB und Steuerrecht (StB)?

Im deutschen Rechnungswesen gibt es häufig Unterschiede zwischen der Handelsbilanz nach HGB (Handelsgesetzbuch) und der Steuerbilanz nach Steuerrecht (StB). Diese Unterschiede entstehen, weil das... [mehr]