Welche Kriterien bestimmen die strategische Asset Allocation?

Antwort

Die strategische Asset Allocation ist ein zentraler Bestandteil des Portfolio-Managements und legt die langfristige Verteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen fest. Die wichtigsten Kriterien der strategischen Asset Allocation sind: 1. **Anlageziele** Die Zielsetzung des Investors (z. B. Kapitalerhalt, Wachstum, Einkommen) bestimmt maßgeblich die Auswahl und Gewichtung der Anlageklassen. 2. **Risikotoleranz** Die Bereitschaft und Fähigkeit, Risiken einzugehen, beeinflusst die Allokation zwischen risikoreichen (z. B. Aktien) und risikoarmen (z. B. Anleihen) Anlagen. 3. **Anlagehorizont** Die geplante Anlagedauer (kurz-, mittel- oder langfristig) wirkt sich auf die Auswahl der Anlageklassen aus. Längere Horizonte erlauben in der Regel höhere Aktienquoten. 4. **Liquiditätsbedarf** Der Bedarf an kurzfristig verfügbarem Kapital bestimmt, wie viel in liquide versus illiquide Anlagen investiert wird. 5. **Regulatorische und steuerliche Rahmenbedingungen** Gesetzliche Vorgaben und steuerliche Aspekte können die Auswahl und Gewichtung der Anlageklassen beeinflussen. 6. **Diversifikation** Die Streuung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen, Regionen und Sektoren reduziert das Gesamtrisiko des Portfolios. 7. **Erwartete Rendite und Volatilität** Prognosen zu Rendite und Schwankungsbreite der einzelnen Anlageklassen fließen in die Allokationsentscheidung ein. 8. **Korrelation der Anlageklassen** Die Wechselbeziehung zwischen den Anlageklassen wird berücksichtigt, um das Risiko durch Diversifikation zu minimieren. Diese Kriterien werden in einem strukturierten Prozess analysiert, um eine langfristig ausgerichtete, individuelle Asset Allocation festzulegen, die regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst wird.

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