Die Gruppenbewertung in der Bilanz ist eine Methode, bei der gleichartige Vermensgegenstände oder Schulden zu einer Gruppe zusammengefasst und gemeinsam bewertet werden. Dies kann insbesondere bei Vorräten oder Forderungen sinnvoll sein. Hier sind einige Beispiele: 1. **Vorräte**: Ein Unternehmen, das verschiedene Arten von Rohstoffen lagert, kann diese Rohstoffe in Gruppen zusammenfassen und den Durchschnittswert der Gruppe ansetzen. Zum Beispiel könnten alle Metallvorräte (wie Kupfer, Aluminium, Stahl) zu einer Gruppe zusammengefasst und gemeinsam bewertet werden. 2. **Forderungen**: Ein Unternehmen kann seine Forderungen nach Fälligkeit oder Risiko gruppieren. Zum Beispiel könnten alle kurzfristigen Forderungen (innerhalb von 30 Tagen fällig) zu einer Gruppe zusammengefasst und gemeinsam bewertet werden. 3. **Wertpapiere**: Ein Unternehmen, das verschiedene Arten von Wertpapieren hält, kann diese in Gruppen zusammenfassen. Zum Beispiel könnten alle Aktien eines bestimmten Sektors (wie Technologie oder Gesundheitswesen) zu einer Gruppe zusammengefasst und gemeinsam bewertet werden. Die Gruppenbewertung erleichtert die Bilanzierung und kann zu einer realistischeren Darstellung der Vermögenswerte und Schulden führen, insbesondere wenn die einzelnen Posten innerhalb der Gruppe ähnliche wirtschaftliche Eigenschaften aufweisen.