Beim Rändeln werden auf einer Drehmaschine Rändelprofile auf die Oberfläche eines Werkstücks aufgebracht. Hier sind die Schritte zur Berechnung des Teilungsabstands, Neigungswinkels und der Neigungsrichtung: 1. **Teilungsabstand (P):** Der Teilungsabstand ist der Abstand zwischen den Spitzen der Rändelzähne. Er kann berechnet werden, wenn die Anzahl der Zähne (Z) und der Durchmesser des Werkstücks (D) bekannt sind: \[ P = \frac{\pi \cdot D}{Z} \] Hierbei ist \( \pi \) die Kreiszahl (ca. 3,14159). 2. **Neigungswinkel (α):** Der Neigungswinkel ist der Winkel, den die Rändelzähne zur Achse des Werkstücks bilden. Er kann berechnet werden, wenn die Steigung (S) und der Teilungsabstand (P) bekannt sind: \[ \tan(\alpha) = \frac{S}{P} \] Um den Winkel α zu finden, nimm den Arkustangens (inverse Tangens) des Verhältnisses: \[ \alpha = \arctan\left(\frac{S}{P}\right) \] 3. **Neigungsrichtung:** Die Neigungsrichtung gibt an, ob die Rändelzähne nach links oder rechts geneigt sind. Dies hängt von der Drehrichtung der Drehmaschine und der Art des Rändelwerkzeugs ab. Es gibt drei Haupttypen: - **Gerade Rändelung:** Keine Neigung, die Zähne sind parallel zur Achse. - **Linksrändelung:** Die Zähne sind nach links geneigt. - **Rechtsrändelung:** Die Zähne sind nach rechts geneigt. Die genaue Berechnung und Anwendung kann je nach spezifischem Rändelwerkzeug und Maschine variieren. Es ist wichtig, die Anweisungen des Werkzeugherstellers zu befolgen und gegebenenfalls spezifische Maschinenparameter zu berücksichtigen.