Welche Speisepilze und Vitalpilze empfahl Hildegard von Bingen?

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Hildegard von Bingen (1098–1179) war eine bedeutende Universalgelehrte des Mittelalters, die sich auch mit Heilpflanzen und Ernährung beschäftigte. In ihren Schriften, insbesondere im „Physica“ und „Causae et Curae“, finden sich jedoch nur sehr wenige Hinweise auf Pilze. **Speisepilze:** Hildegard von Bingen stand Pilzen generell eher skeptisch gegenüber. Sie empfahl Pilze nicht als Nahrungsmittel, da sie diese als schwer verdaulich und potenziell schädlich betrachtete. In ihren Werken werden Pilze meist als „feucht“ und „schleimig“ beschrieben, was nach ihrer Lehre nicht zuträglich für die Gesundheit sei. Daher empfahl sie keine Speisepilze wie Champignons, Steinpilze oder Pfifferlinge. **Vitalpilze:** Der Begriff „Vitalpilze“ stammt aus der modernen Naturheilkunde und bezeichnet Pilze mit besonderen gesundheitsfördernden Eigenschaften, wie z.B. Reishi, Shiitake oder Maitake. Diese Pilze waren im mittelalterlichen Europa jedoch weitgehend unbekannt und werden von Hildegard von Bingen nicht erwähnt. **Fazit:** Hildegard von Bingen empfahl weder Speisepilze noch Vitalpilze zur Ernährung oder als Heilmittel. Im Gegenteil, sie riet eher vom Verzehr von Pilzen ab. Ihre Empfehlungen konzentrierten sich auf Kräuter, Gewürze, Getreide und andere pflanzliche sowie tierische Produkte. Weitere Informationen zu Hildegard von Bingen findest du z.B. auf [hildegardvonbingen.de](https://www.hildegardvonbingen.de/).

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