Was bedeutet endogener Kot und Urin bei der Berechnung der biologischen Wertigkeit?

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Endogener Kot und Urin bezeichnen in der Ernährungswissenschaft die Stickstoffausscheidungen, die unabhängig von der aufgenommenen Nahrung entstehen. Sie stammen aus dem körpereigenen Stoffwechsel, etwa durch den Abbau körpereigener Proteine, abgeschilferte Darmzellen oder Verdauungssekrete. Bei der **Berechnung der biologischen Wertigkeit** eines Proteins wird gemessen, wie viel des aufgenommenen Nahrungsproteins tatsächlich im Körper zum Aufbau von körpereigenem Protein genutzt werden kann. Dazu wird die Stickstoffbilanz bestimmt: Man misst, wie viel Stickstoff (als Maß für Protein) aufgenommen und wie viel ausgeschieden wird. Um die **tatsächliche Verwertung** des Nahrungsproteins zu berechnen, müssen die **endogenen Verluste** (also der Stickstoff im Kot und Urin, der nicht aus der Nahrung, sondern aus dem Körper selbst stammt) abgezogen werden. Nur so erhält man den Anteil des Stickstoffs, der wirklich aus dem Nahrungsprotein stammt und nicht aus körpereigenem Abbau. **Zusammengefasst:** Endogener Kot und Urin sind die körpereigenen Stickstoffverluste, die bei der Berechnung der biologischen Wertigkeit abgezogen werden müssen, um die tatsächliche Verwertung des Nahrungsproteins korrekt zu bestimmen.

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