Hinter einem starken „Food Fokus“ – also einer übermäßigen gedanklichen Beschäftigung mit Essen – stecken oft verschiedene emotionale Bedürfnisse. Diese können individuell unterschiedlich sein, aber häufig gehören dazu: 1. **Sicherheit und Kontrolle:** Essen kann ein Gefühl von Kontrolle vermitteln, besonders in unsicheren Lebensphasen. Wer sich in anderen Lebensbereichen machtlos fühlt, sucht manchmal beim Essen Halt. 2. **Trost und Beruhigung:** Viele Menschen nutzen Essen, um sich zu beruhigen oder zu trösten, wenn sie gestresst, traurig oder einsam sind. Essen wird dann als Ersatz für emotionale Zuwendung genutzt. 3. **Anerkennung und Selbstwert:** Essen (oder der Verzicht darauf) kann mit dem eigenen Selbstwertgefühl verknüpft sein. Komplimente für Gewichtsverlust oder Disziplin können das Bedürfnis nach Anerkennung bedienen. 4. **Struktur und Routine:** Besonders in Phasen von Unsicherheit oder Langeweile kann das Planen und Nachdenken über Mahlzeiten Struktur geben und den Tag gliedern. 5. **Freude und Genuss:** Essen ist eine der einfachsten Quellen für kurzfristige Freude und Genuss. Wer sonst wenig positive Erlebnisse hat, kann sich verstärkt auf Essen fokussieren. 6. **Ablenkung:** Gedanken an Essen können von unangenehmen Gefühlen oder Problemen ablenken. Ein starker Food Fokus ist also oft ein Zeichen dafür, dass emotionale Bedürfnisse nicht ausreichend auf andere Weise erfüllt werden. Es kann hilfreich sein, diese Bedürfnisse zu erkennen und alternative Wege zu finden, sie zu stillen.