Wie dick muss eine Außenwanddämmung mindestens sein bei einem Dämmstoff mit Wärmeleitfähigkeit 0,035 W/(m·K)?

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Die erforderliche Mindestdicke einer Außenwanddämmung hängt davon ab, welchen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) du erreichen möchtest. In Deutschland gibt die **Gebäudeenergiegesetz (GEG)** für Neubauten und Sanierungen einen maximalen U-Wert für Außenwände vor. Aktuell (Stand 2024) liegt dieser Wert bei **0,24 W/(m²·K)**. Die Dämmstoffdicke \( d \) kannst du mit folgender Formel berechnen: \[ U = \frac{\lambda}{d} \] wobei - \( U \) = maximal erlaubter U-Wert (z.B. 0,24 W/(m²·K)) - \( \lambda \) = Wärmeleitfähigkeit des Dämmstoffs (z.B. 0,035 W/(m·K)) - \( d \) = Dämmstoffdicke in Metern Umgestellt nach \( d \): \[ d = \frac{\lambda}{U} \] Setze die Werte ein: \[ d = \frac{0,035}{0,24} \approx 0,146 \text{ m} = 14,6 \text{ cm} \] **Antwort:** Die Dämmung sollte mindestens **14,6 cm** dick sein, wenn du einen Dämmstoff mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/(m·K) verwendest und den aktuellen gesetzlichen U-Wert von 0,24 W/(m²·K) einhalten möchtest. **Hinweis:** Diese Berechnung berücksichtigt nur den Dämmstoff. Die gesamte Wandkonstruktion (z.B. Mauerwerk, Putz) hat ebenfalls einen Einfluss auf den U-Wert. In der Praxis kann die erforderliche Dämmstoffdicke daher etwas geringer ausfallen, wenn die übrigen Bauteilschichten bereits dämmen. Für eine exakte Berechnung sollte der gesamte Wandaufbau betrachtet werden.

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