Haftet ein Pigmentdruck schlechter am Textil, wenn die Viskosität sinkt?

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Tendenziell ja: Sinkt die Viskosität (der Druck wird „dünnflüssiger“), nimmt bei Pigmentdruck oft die Haftung am Textil ab – **wenn** dadurch weniger Bindemittel/Film am Faserverbund verbleibt oder der Druck stärker „wegschlägt“ bzw. ungleichmäßig eindringt. Wichtig ist aber: Die Haftung wird nicht von der Viskosität allein bestimmt, sondern vor allem von - **Bindemittelanteil und -typ** (Filmbildung), - **Vernetzung/Fixierung** (Temperatur, Zeit, Katalysator), - **Benetzung/Untergrund** (Faserart, Vorbehandlung, Saugfähigkeit), - **Additiven** (Verdicker, Netzmittel, Weichmacher) und - **Auftragsmenge**. Praktisch heißt das: **Viskosität senken durch „mehr Wasser/mehr Verdünner“** kann die Haftung verschlechtern, weil der **Feststoff- und Bindemittelauftrag pro Fläche** sinkt. **Viskosität senken durch geeignete Rheologie-/Netzmittel bei gleichem Feststoffgehalt** muss die Haftung nicht verschlechtern, kann sie teils sogar verbessern (bessere Benetzung), solange die Fixierung stimmt.

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