London-Kräfte, auch als dispersive Kräfte bekannt, sind schwache intermolekulare Anziehungskräfte, die zwischen allen Atomen und Molekülen auftreten. Sie entstehen durch temporäre Dipole, die durch die Bewegung von Elektronen innerhalb eines Atoms oder Moleküls erzeugt werden. Wenn sich Elektronen in einem Atom oder Molekül bewegen, kann es zu einer vorübergehenden asymmetrischen Verteilung der Elektronen kommen, was einen temporären Dipol erzeugt. Dieser Dipol kann dann benachbarte Atome oder Moleküle beeinflussen und ebenfalls temporäre Dipole induzieren, was zu einer Anziehung zwischen ihnen führt. London-Kräfte sind besonders wichtig in der Chemie, da sie die Eigenschaften von unpolaren Molekülen und die Stabilität von Flüssigkeiten und Feststoffen beeinflussen. Sie sind die schwächsten der intermolekularen Kräfte, spielen jedoch eine entscheidende Rolle in vielen physikalischen und chemischen Prozessen.