Wasser gilt dann als Arrhenius-Säure, wenn es in einer Reaktion die Konzentration von H₃O⁺ in Wasser erhöht – praktisch also ein Proton an ein anderes Wassermolekül abgibt. Der P...
Ist Wasser eine Arrhenius-Säure?
Antwort vom**Nein – Wasser ist nicht einfach „eine“ Arrhenius-Säure, sondern in reinem Wasser verhält es sich überwiegend neutral; es kann aber unter bestimmten Bedingungen Protonen liefern und wirkt dann amphoter.** Nach der Arrhenius-Definition ist eine Säure ein Stoff, der in Wasser die Konzentration von H₃O⁺ erhöht. Reines Wasser erfüllt das nicht in dem Sinn wie klassische Arrhenius-Säuren wie Salzsäure, weil es nicht als gelöster Stoff zusätzlich H₃O⁺ erzeugt, sondern das Lösungsmittel selbst ist. ## Der entscheidende Punkt Wasser kann sich selbst geringfügig protolysieren: ```text 2 H2O ⇌ H3O+ + OH− ``` Dabei entstehen zwar H₃O⁺-Ionen, aber genauso viele OH⁻-Ionen. Deshalb ist Wasser dadurch nicht „sauer“, sondern neutral. ## Warum die Verwirrung entsteht Nach Brønsted ist Wasser **amphoter**: Es kann Protonen abgeben **und** aufnehmen. Beispiele: - Gegenüber Ammoniak gibt Wasser ein Proton ab → Wasser wirkt als Säure. - Gegenüber Salzsäure nimmt Wasser ein Proton auf → Wasser wirkt als Base. Der wichtige Unterschied ist also: **Als Brønsted-Säure kann Wasser auftreten, als typische Arrhenius-Säure bezeichnet man es normalerweise nicht.** ## Kurzfassung Wasser ist **gewöhnlich keine Arrhenius-Säure**, weil es nicht wie eine gelöste Säure die H₃O⁺-Konzentration einseitig erhöht. **Es kann aber Protonen abgeben und ist deshalb amphoter.**
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