Winterweizen wird phänologisch in der Regel während der sogenannten "Herbstsaat" ausgesät. Phänologisch orientiert sich der optimale Saatzeitpunkt am Entwicklungsstand der Natur, insbesondere an der Reife der Hauptfrucht (z. B. nach der Getreideernte) und an den Witterungsbedingungen. Typischerweise erfolgt die Aussaat des Winterweizens in Mitteleuropa, wenn die durchschnittlichen Tagestemperaturen dauerhaft unter etwa 15 °C sinken und die Vegetationsperiode der meisten Sommerfrüchte abgeschlossen ist. Dies entspricht meist der phänologischen Phase des Frühherbsts bis Vollherbsts, also etwa von Mitte September bis Mitte Oktober. Die genaue Zeit kann je nach Region, Witterung und Standort variieren. Ziel ist es, dass der Winterweizen vor dem Winter noch ausreichend Zeit zur Keimung und Bestockung hat, aber nicht zu früh gesät wird, um Krankheiten und Schädlingsbefall zu vermeiden. Weitere Informationen findest du beispielsweise beim [Deutschen Wetterdienst – Phänologischer Kalender](https://www.dwd.de/DE/leistungen/phaenologie/phaenologie.html).