Die EZM (Erythrozyten-Zellmembran) wird durch verschiedene Prozesse abgebaut, die vor allem in der Milz und der Leber stattfinden. Der Abbau erfolgt in mehreren Schritten: 1. **Phagozyt**: Alte oder beschädigte Erythrozyten werden von Makrophagen in der Milz oder Leber erkannt und phagozytiert. 2. **Hämolyse**: Innerhalb der Makrophagen werden die Erythrozyten lysiert, wodurch Hämoglobin freigesetzt wird. 3. **Hämoglobinabbau**: Das freigesetzte Hämoglobin wird in Häm und Globin zerlegt. Das Globin wird in Aminosäuren zerlegt, die wiederverwendet werden können. 4. **Hämbildung**: Das Häm wird weiter abgebaut, wobei Eisen freigesetzt wird, das gespeichert oder für die Erythropoese (Bildung neuer Erythrozyten) verwendet werden kann. Das Häm wird schließlich zu Bilirubin umgewandelt, das in die Galle ausgeschieden wird. Die Bedeutung des EZM-Abbaus liegt in der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts der Erythrozyten im Blut und der Vermeidung von Anämie. Zudem spielt der Abbau eine Rolle im Eisenstoffwechsel und der Bilirubinproduktion, was für die Leberfunktion und die Entgiftung des Körpers wichtig ist. Ein gestörter Abbau kann zu Erkrankungen wie Hämolyse oder Ikterus führen.