Der Warburg-Effekt beschreibt ein Phänomen, bei dem Krebszellen bevorzugt Glukose durch anaerobe Glykolyse (also ohne Sauerstoff) abbauen, selbst wenn ausreichend Sauerstoff vorhanden ist. Dies führt zu einer erhöhten Milchsäureproduktion und einer ineffizienten Energiegewinnung im Vergleich zur aeroben Zellatmung, die in normalen Zellen vorherrscht. Der Effekt wurde nach dem deutschen Biochemiker Otto Warburg benannt, der in den 1920er Jahren entdeckte, dass Krebszellen eine andere Stoffwechselweise haben als gesunde Zellen. Der Warburg-Effekt wird oft als ein Hinweis auf die metabolischen Veränderungen angesehen, die mit der Krebsentstehung und -progression verbunden sind.