Unterschiede zwischen Lamarck und Darwin

Antwort

Die Theorien von Lamarck und Darwin unterscheiden sich grundlegend ihren Ansätzen zur Erklärung der Evolution. 1. **Lamarckismus**: Jean-Baptiste Lamarck postulierte, dass Organismen während ihres Lebens erworbene Eigenschaften an ihre Nachkommen weitergeben können. Er glaubte, dass die Anpassung an die Umwelt durch den Gebrauch oder Nichtgebrauch von Organen erfolgt, was zu Veränderungen führt, die vererbt werden. Ein bekanntes Beispiel ist das Konzept, dass Giraffen lange Hälse entwickelt haben, weil ihre Vorfahren sich streckten, um höhere Blätter zu erreichen. 2. **Darwinismus**: Charles Darwin hingegen entwickelte die Theorie der natürlichen Selektion. Er argumentierte, dass Individuen innerhalb einer Art variieren und dass diese Variationen erblich sind. Die Individuen, die besser an ihre Umwelt angepasst sind, haben eine höhere Überlebens- und Fortpflanzungsrate. Über viele Generationen hinweg führt dies dazu, dass vorteilhafte Merkmale in der Population zunehmen, während nachteilige Merkmale abnehmen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Lamarck an die Vererbung erworbener Eigenschaften glaubte, während Darwin die natürliche Selektion als treibende Kraft der Evolution sah.

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