Das hängt stark vom **konkreten Giftstoff**, der **Menge**, der **Todesursache**, den **Umgebungsbedingungen** und der **untersuchten Probe** ab. Kurz gesagt: - **Im Körpergewebe** kann ein Pfeilgiftfrosch-Toxin unter günstigen Bedingungen oft noch **Tage bis Wochen** nach dem Tod nachweisbar sein. - **In stark verwesten Leichen** wird der Nachweis deutlich schwieriger, ist aber teils noch möglich, besonders in **Leber, Mageninhalt, Blutresten, Haaren oder konservierten Gewebeproben**. - **In exhumierten oder stark zersetzten Fällen** hängt es davon ab, ob das konkrete Alkaloid chemisch stabil genug ist und ob moderne toxikologische Verfahren wie **LC-MS/MS** oder **GC-MS** eingesetzt werden. Wichtig: Pfeilgiftfrösche enthalten nicht „ein einziges Gift“. Berühmt ist vor allem **Batrachotoxin**, ein sehr starkes Alkaloid. Für solche seltenen Naturgifte gibt es **keine einfache pauschale Nachweisfrist** wie etwa „genau 72 Stunden“. Die Nachweisbarkeit ist eher ein **forensischer Einzelfall**. Faustregel: - **frische Leiche:** eher gut nachweisbar - **nach mehreren Tagen:** oft noch möglich - **nach Wochen/Monaten:** nur unter speziellen Bedingungen und mit geeigneten Proben realistisch Für einen **forensisch-medizinischen Kontext** ist die präziseste Antwort daher: **Es gibt keine feste allgemeingültige Zeitspanne; der Nachweis kann von wenigen Tagen bis in Einzelfällen deutlich länger möglich sein.**