Hormonelle Einflüsse auf Autismus?

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Hormonelle Einflüsse auf Autismus sind ein komplexes Thema, das in der Forschung zunehmend untersucht wird. Es gibt Hinweise darauf, dass Hormone wie Testosteron und Östrogen während der Schwangerschaft eine Rolle bei der Entwicklung des Gehirns spielen könnten, was möglicherweise das Risiko für Autismus beeinflusst. Einige Studien haben gezeigt, dass erhöhte Testosteronspiegel im Mutterleib mit einem höheren Risiko für autistische Merkmale bei Jungen assoziiert sein könnten. Auch die Hypothese des "männlichen Gehirns" von Simon Baron-Cohen legt nahe, dass höhere Testosteronwerte in der frühen Entwicklung zu typischen autistischen Merkmalen führen können. Darüber hinaus wird auch der Einfluss von Stresshormonen wie Cortisol während der Schwangerschaft untersucht, da sie die fetale Entwicklung und möglicherweise auch das Risiko für Autismus beeinflussen könnten. Es ist wichtig zu beachten, dass die Forschung in diesem Bereich noch im Gange ist und viele Faktoren, einschließlich genetischer und umweltbedingter Einflüsse, eine Rolle spielen können.

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