Für einen Vaterschaftstest braucht man nicht das komplette Genom des Vaters. In der Praxis reichen DNA-Proben von: Kind mutmaßlichem Vater Am sichersten ist zusätzlich oft die Mutter,...
Warum gehen bei der Replikation DNA-Sequenzen verloren?
Antwort vomBei der Replikation der DNA gehen Sequenzen an den Enden der Chromosomen, den sogenannten Telomeren, verloren. Dies geschieht aufgrund der Art und Weise, wie die DNA-Polymerase arbeitet. Die DNA-Polymerase kann nur in 5'-zu-3'-Richtung synthetisieren und benötigt einen Primer, um die Synthese zu starten. Am Ende des Chromosoms, auf dem sogenannten Lagging-Strang, kann die DNA-Polymerase den letzten Primer nicht ersetzen, da kein freies 3'-Ende vorhanden ist, an dem sie ansetzen könnte. Dadurch bleibt ein kleines Stück des Telomers unkopiert und geht bei jeder Zellteilung verloren. Dieser Verlust von Telomer-DNA ist ein natürlicher Prozess und trägt zur Zellalterung bei. In bestimmten Zellen, wie Keimzellen und einigen Stammzellen, wird das Enzym Telomerase aktiv, das die Telomere wieder verlängern kann und so den Verlust ausgleicht.