Hans Freudenthal verstand unter "guided reinvention" einen didaktischen Ansatz der darauf abzielt, Lernenden zu helfen, mathematische Konzepte und Verfahren selbstständig zu entdecken und zu entwickeln. Dieser Ansatz betont die Bedeutung von aktiver Auseinandersetzung mit mathematischen Inhalten, wobei Lehrende die Lernenden anleiten und unterstützen, anstatt ihnen Wissen direkt zu vermitteln. Freudenthal glaubte, dass Lernen effektiver ist, wenn Schüler in den Prozess der Entdeckung und Erfindung von Mathematik einbezogen werden. Durch gezielte Fragen und Aufgaben sollen die Lernenden dazu angeregt werden, eigene Strategien zu entwickeln und ihre mathematischen Fähigkeiten zu erweitern. Der Fokus liegt auf dem Verständnis und der Anwendung von Mathematik in realen Kontexten, was die Relevanz des Gelernten erhöht.