In einem solchen Fall ist es wichtig, sensibel und professionell zu reagieren. Hier sind einige Schritte, die eine sonderpädagogische Fachkraft unternehmen sollte: 1. **Ruhig und einfühlsam bleiben**: Es ist wichtig, ruhig zu bleiben und dem Kind oder Jugendlichen zuzuhören, ohne zu urteilen. Zeige Empathie und Verständnis für die geäußerten Gefühle. 2. **Ernst nehmen**: Nimm die Äußerung ernst. Auch wenn es schwer fällt, ist es wichtig, die Gefühle und Gedanken des Kindes oder Jugendlichen nicht zu bagatellisieren. 3. **Sofortige Unterstützung suchen**: Informiere umgehend die zuständigen Fachkräfte, wie Psychologen, Therapeuten oder den zuständigen Sozialarbeiter. In einer stationären Einrichtung gibt es in der Regel ein festgelegtes Protokoll für solche Situationen. 4. **Dokumentation**: Dokumentiere das Gespräch und die geäußerten Wünsche sorgfältig, um sicherzustellen, dass alle relevanten Informationen festgehalten sind. 5. **Gesprächsangebot**: Biete dem Kind oder Jugendlichen an, weitere Gespräche zu führen, um die zugrunde liegenden Probleme und Gefühle zu erkunden. 6. **Eltern oder Erziehungsberechtigte informieren**: Je nach Situation und Alter des Kindes oder Jugendlichen sollten auch die Eltern oder Erziehungsberechtigten informiert werden, sofern dies im besten Interesse des Kindes ist und keine Gefahr darstellt. 7. **Krisenintervention**: Falls notwendig, leite sofortige Kriseninterventionsmaßnahmen ein, um sicherzustellen, dass das Kind oder der Jugendliche in Sicherheit ist und die notwendige Unterstützung erhält. 8. **Langfristige Unterstützung**: Arbeite mit dem Team der Einrichtung zusammen, um einen langfristigen Unterstützungsplan zu entwickeln, der auf die Bedürfnisse des Kindes oder Jugendlichen zugeschnitten ist. Es ist entscheidend, dass die Fachkraft in solchen Situationen nicht alleine handelt, sondern die Unterstützung und Expertise des gesamten Teams in Anspruch nimmt.