Wie fand das Projekt Fühlen-Denken-Sprechen statt?

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**Das Projekt „Fühlen – Denken – Sprechen“ fand nicht als einmalige Aktion statt, sondern als mehrjähriges Forschungs- und Fortbildungsprojekt: Zuerst wurden Sprachsituationen in Kitas beobachtet, darauf aufbauend eine Fortbildung für Fachkräfte entwickelt und anschließend ihre Wirkung auf Sprache und Emotionswissen der Kinder überprüft.** ([uni-hildesheim.de](https://www.uni-hildesheim.de/kompetenzzentrum-fruehe-kindheit/aktuelle-forschungsprojekte/professionalisierung-alltagsintegrierter-sprachlicher-bildung-bei-ein-und-mehrsprachig-aufwachsenden-kindern-fuehlen-denken-sprechen/)) ## So lief das Projekt konkret ab Im ursprünglichen FDS-Projekt im Kindergarten wurden Alltagssituationen zwischen Fachkräften und Kindern videografiert und ausgewertet. Dabei ging es darum, typische Gesprächs- und Interaktionsmuster zu erkennen – vor allem dann, wenn über Gefühle, Gedanken und Perspektiven gesprochen wird. ([researchgate.net](https://www.researchgate.net/publication/344348158_Gobel_AnikaHormann_OliverCloos_Peter_2020_Fuhlen_-_Denken_-_Sprechen_Sprach-bezogene_Interaktions-_und_Dialogmuster_in_fruhpadagogischen_Fachkraft-Kind-Settings_In_Titz_CoraWeber_SusanneWagner_HannaRo)) Auf dieser Grundlage wurde eine alltagsintegrierte Fortbildung entwickelt. Der Kern war nicht zusätzlicher „Sprachunterricht“, sondern dass pädagogische Fachkräfte normale Situationen im Kita-Alltag gezielt sprachförderlich nutzen: etwa Gespräche über Streit, Enttäuschung, Freude oder Angst. Gerade solche emotionalen Themen zwingen Kinder dazu, genauer zu formulieren, Ursachen zu benennen und Perspektiven sprachlich auszudrücken. Das ist der eigentliche Unterschied zu vielen üblichen Sprachförderprogrammen. ([sprachebildet.uni-koeln.de](https://www.sprachebildet.uni-koeln.de/aktuelles-termine/aktuelles/sprachbildung-und-emotionswissen-podcast-zum-vorgaenger-projekt-von-fds-g)) Danach wurde geprüft, ob diese Fortbildung messbare Effekte hat. Laut den Projektbeschreibungen war FDS als interdisziplinäres Längsschnittprojekt angelegt; über einen längeren Zeitraum wurde also untersucht, ob sich durch das sprachförderliche Handeln der Erwachsenen die sprachlichen Fähigkeiten und das Emotionswissen der Kinder verbessern. ([uni-hildesheim.de](https://www.uni-hildesheim.de/kompetenzzentrum-fruehe-kindheit/aktuelle-forschungsprojekte/professionalisierung-alltagsintegrierter-sprachlicher-bildung-bei-ein-und-mehrsprachig-aufwachsenden-kindern-fuehlen-denken-sprechen/)) ## Was später daraus wurde Das Projekt wurde anschließend für die Grundschule weiterentwickelt. In „Fühlen – Denken – Sprechen in der Grundschule“ wurden Lehrkräfte und Betreuungspersonen geschult, emotionale Gespräche gezielt für Sprachbildung zu nutzen; die Wirkung wurde dort mit einem Prätest-Posttest-Follow-up-Design und Vergleichsgruppen bei rund 300 Zweitklässlern untersucht. ([sprachebildet.uni-koeln.de](https://www.sprachebildet.uni-koeln.de/projekte/fds-g)) ## Die praktische Bedeutung Entscheidend ist: Das Projekt setzte nicht auf isolierte Übungen, sondern auf echte Gespräche im Alltag. Genau deshalb ist es pädagogisch interessant – Kinder lernen Sprache hier nicht abstrakt, sondern in Situationen, in denen sie wirklich etwas ausdrücken müssen. Das fördert Wortschatz, komplexere Sätze und zugleich das Verstehen von Gefühlen. ([sprachebildet.uni-koeln.de](https://www.sprachebildet.uni-koeln.de/projekte/fds-g))

Kategorie: Bildung Tags: Projekt Fühlen Sprechen